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Aufräumen nach dem großen Sturm

Aufräumen nach dem großen Sturm

27. Januar 20141124Views
Hotelfassade Stil Los gigantes mit Sturmschaden

Der Sturm, der am letzten Freitag über die kanarischen Inseln zog, hat auch auf Teneriffa einige größere Schäden verursacht. Besonders betroffen waren die Gebiete im Südwesten der Insel. Im Bezirk von  Santiago del Teide erreichten die starken Windböen Geschwindigkeiten von weit über 100 Kilometer/Stunde.
Der orkanartige Wind Sturm, der in der Nacht von Donnerstag auf Freitag der vergangenen Woche aufzog, verursachte insbesondere in den Küstenorten des Südwestens schwerste Schäden. Viele Straßenlaternen und Lichtmasten knickten wie Streichhölzer um. Ziegel flogen von den Dächern und ganze Mauerteile stürzten ein. In den von den Windböen betroffenen Gebieten zerrissen Markisen und wehten durch die Luft. Noch gefährlicher die einstürzenden Mauern und umknickende Bäume. Werbetafeln, Bauzäune, Verkehrszeichen und gebrochene Scheiben. Die Bewohner der Atlantikküste sind an Stürme gewöhnt. Doch dieser Sturm bot mit seinen zeitweise tornadogleichen Windstößen auch für hiesige Verhältnisse ein ungewohntes und beängstigendes Szenario.

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Als der Sturm gegen Freitagabend nachließ, hinterließ er nicht nur überall auf Fahrzeugen und Terrassen schwarzen Staub. Bäume, Sträucher und Äste lagen  weitflächig auf Straßen, Gehwegen und Gärten verteilt. Ein Bild der Verwüstung. Besonders in Mitleidenschaft gezogen waren in Puerto de Santiago und Los Gigantes auch die großen Hotels, wie das Hotel Stil Los Gigantes und das Barceló Santiago. Die Dachbrüstung  des Barceló Hotels wurde an vielen Stellen zerstört. In Folge sausten vom Wind gepeitscht Teile des Balkongeländers und Möbel auf die unterliegenden Balkone des Hotels. Dort zerbrachen Möbel und Scheiben. Durch die Kraft des Aufpralls barsten etliche Mauern. Auch die Fenster der Restaurants des Hotels konnten dem starken Sturm nicht standhalten und zerbrachen. Rund um das Hotel herum stürzten Mauern ein, brachen große Lichtmasten um und Scheiben wurden eingedrückt. Das Gelände um das Hotel wurde aus Sicherheitsgründen abgesperrt.
Auch das Stil Los Gigantes begann während bereits in der Nacht zu Freitag Teile seine Fassadenverkleidung zu verlieren. Wie Papierschnipsel flogen große Bauteile der Hotelfassade durch die Luft. Verbunden war der Abfallen der Fassadenteile mit einem nicht enden wollenden Lärm, da sich die Platten in einem langsamen Prozess von der Hotelwand ablösten. Der Sturm drückte und schlug die einzelnen abgelösten  Teile zunächst viele Male gegen die Mauern bevor sie brachen und durch die Luft flogen. Um das Hotel herum verloren auch viele Privathäuser Dachziegel und einige gar ihre gesamte Dachverkleidung.

Schaden am Stil Los Gigantes
Schaden am Stil Los Gigantes

Der amtierende Bürgermeister machte unmittelbar nach dem Sturm gemeinsam mit Mitarbeitern und Vertretern von kommunalen Unternehmen einen Rundgang in den betroffenen Bezirken. Die Kommune erarbeitete zusammen mit der örtlichen Polizei, der Freiwilligen Feuerwehr und den Mitgliedern des Rates einen Notfallplan zur Schadensbehebung und Absicherung der betroffenen Schadensstellen. Eine der ersten Entscheidungen am Morgen war die Räumung der Zimmer auf der Westseite des Barceló Santiago. Es mussten Ersatzunterkünfte für viele Touristen gesucht werden. Das stellte sich als keine leichte Aufgabe heraus, da die meisten Hotels im Ort belegt waren. Über 1300 Touristen sind von dem Schaden betroffen, den der  starke Sturm  verursachte. Viele mussten ihre schadhaften Unterkünfte verlassen oder sich auf abweichende Flugzeiten einstellen.
Nun hat zum Wochenbeginn das große Aufräumen begonnen. Gehwege, Straßen und Gärten werden beräumt und gereinigt. Und auch die Glaser und Dachdecker sind eifrig unterwegs, um schnellstmöglich an möglichst vielen Orten neue Fenster einzusetzen und die Dächer wieder abzudichten. Doch die Behebung sämtlicher Sturmschäden, die am letzten Freitag entstanden sind, wird bestimmt noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Leonie

Leonie

Ich habe alle kanarischen Inseln bereist und lebe seit einigen Jahren auf Teneriffa. Auf meinen Wandertouren über die Inseln begleitet uns mein Labrador, der - wie wir - immer wieder neue Wege auskundschaftet.

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