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Das etwas andere Zuhause für Globetrotter in La Laguna

Das etwas andere Zuhause für Globetrotter in La Laguna

15. März 20142755Views3Comments
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Während auf den Kanarischen Inseln gerne darüber diskutiert wird, ob man noch mehr 4- und 5-Sterne Hotels errichten soll, sind zwei Unternehmer in La Laguna auf Teneriffa einen ganz anderen Weg gegangen. Sie eröffneten die erste Jugendherberge der Stadt.

Wer bei dem Begriff Jugendherberge an riesige, nach Geschlechtern getrennte Schlafsäle, strikte Ruhezeiten und gestrenge Herbergseltern denkt, die mit Argusaugen über die sittliche Unversehrtheit ihrer jungen Gäste wachen, der liegt im Falle des Bed and Brekfast La Laguna ganz gewaltig daneben. Auch wenn das Haus in der Calle Juan de Vera in der sehenswerten Universitätsstadt im Norden von Teneriffa sich offiziell in den Reigen der Albergues juveniles – der Jugendherbergen – einreiht, so ist die Atmosphäre und die Stimmung hier doch eine ganz andere. Es ist vielmehr ein Treffpunkt für junge und junggebliebene Menschen, die keinen 5-Sterne Luxuspalast brauchen, um das Leben zu genießen.

Preiswerte Unterkunft in historischer Umgebung

Die Idee, ein Budgethotel im touristisch oftmals vernachlässigten Norden der Insel zu eröffnen, hatte die aus Rom stammenden Chiara Christiano. Sie kam vor einigen Jahren nach Teneriffa, um als Historikerin an einem Projekt des Historischen Museums teilzunehmen und verliebte sich am Ende nicht nur in die Insel, die Stadt und ihre Menschen, sondern auch in ihren heutigen Lebenspartner, was dazu führte, dass sie nach Beendigung der wissenschaftlichen Forschungen einfach in La Laguna geblieben ist.

Durch den Kontakt zu den jungen Menschen in der Universitätsstadt, die in der Regel mit einer eher schmalen Geldbörse unterwegs sind, kam sie auf die Idee, eine preisgünstige und dennoch saubere und sympathische Unterkunft anzubieten. Bis diese Idee jedoch Realität werden konnte, sind einige Jahre vergangen. Im letzten November war es dann endlich so weit. Das Bed and Breakfast La Laguna konnte seine Pforten öffnen. Zusammen mit ihrem Partner betreibt Chiara Christiano seitdem die kleine Herberge, die in der vergangenen Woche auch offiziell in das Netzwerk der Jugendherbergen aufgenommen wurde. Der Generaldirektor bei der Kanarischen Regierung, Teófilo González, und die Jugendstadträtin von La Laguna, Candelaria Díaz, überbrachten persönlich das Schild, das das B&B auch offiziell als Mitglied  dieser Vereinigung ausweist.

Es ist das zweite Etablissement auf der größten Insel der Kanaren, das diesem Konzept folgt. Im Süden, in El Médano, gibt es ein vergleichbares Hostal mit Namen Casa Grande, in dem in erster Linie preisbewusste Surfer eine adäquate Unterkunft finden.

Eine Nacht für 18 Euro, und das Frühstück ist schon drin

Wenn auch in dem gemütlich eingerichteten alten Haus nichts an eine typische Jugendherberge erinnert, so stehen die Preise, die hier gefordert werden, jedoch in der Tradition dieser Bewegung. Ab 18 Euro pro Nacht kann man in dem kleinen Bed and Breakfast übernachten. In diesem Preis ist sogar das Frühstück am nächsten Morgen schon enthalten. Vier Zimmer gibt es in der beschaulichen Unterkunft, in deren Garten sich schon Globetrotter aus aller Welt getroffen haben. Ob im behaglichen Doppelzimmer oder im geräumigen Raum für bis zu vier Personen, wer hier seine Zeit auf Teneriffa verbringt, der kann sicher sein, dass er in angenehmer Atmosphäre unvergessliche Tage erleben wird.

„Herbergsmutter“ Chiara ist davon überzeugt, dass ihr Angebot auch weiterhin gerne angenommen wird. „Wer mit dem Billigflieger auf die Insel kommt, der hat oft einfach nicht das Geld, sich in einem teuren Hotel einzumieten, der ist bei uns bestens aufgehoben“, davon ist die Römerin in La Laguna fest überzeugt.

Nähere Informationen zum Bed and Breakfast La Laguna gibt es auf der Webseite: www.bblalaguna.com

Thomas

Thomas

Durch meine Arbeit als Journalist habe ich das große Glück überall auf der Welt arbeiten zu können. Auch auf den Kanarischen Inseln habe ich einige Jahre verbracht, eine Zeit, an die ich mich immer gerne erinnere. Obwohl ich danach noch in anderen interessanten Ländern leben durfte gehören die spannenden Erfahrungen, die ich auf den Inseln gemacht habe zu den Erlebnissen, die ich in meinem Leben nicht missen möchte.

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