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Dia de los Indianos in Santa Cruz

Dia de los Indianos in Santa Cruz

16. April 20151129Views4Comments
Dia de los Indianos in Santa Cruz

Eine Stadt trägt weiß

Wie fesch das sein kann, haben wir in Santa Cruz de La Palma erlebt. Ein paar Tage vorher durchstöberten wir jeden Laden nach weißem Outfit. Kurz davor war die Auswahl eingeschränkt. Aber wir hatten Glück und wurden in El Paso fündig.
Die Anprobe Sonntags ergab kein gutes Ergebnis. Es zog und zippte überall. Der Hut saß überhaupt nicht. Ein Windstoß würde ihn mir vom Kopf blasen. Ich hoffte auf wenig Wind.
Doch wir wollten unbedingt dabei sein.
Am nächsten Morgen klingelte der Wecker um sieben Uhr! Urlaubsfeeling!
Weiß gekleidete Palmeros winkten uns von den Bushaltestellen zu als wir gegen acht Uhr losfuhren.

Der Vermieter unseres Ferienhauses gab uns den Rat, das Auto am Flughafen abzustellen, weil dort Busse vor dem Terminal warteten und uns nach Santa Cruz bringen würden. Es funktionierte gut.

Kolonialmächte sind unter uns

Eine Woche zuvor kontaktierten wir Ines Dietrich, die Autorin des Buches: „Geheimnisse der Insel“. Ihr interessante Buch ist hier im Shop von Noticias erhältlich.
Gegen 10.30 Uhr hielt unser „Indianer-Bus“ in der Nähe des Postgebäudes. Dort hatten wir uns um 11.00 Uhr mit Ines verabredet. Es war noch Zeit und wir beobachteten den Zulauf der Massen. Ein beeindruckendes Bild. Jeder der aus einem der vielen Busse stieg, war weiß gekleidet. Die Frauen in ihren schicken Kostümen und langen Röcken, wirkten wie aus einem anderen Jahrhundert. Die Herren mit weißen Anzügen ließen die Kolonialzeit wieder auferstehen. Sie waren unter uns!
Kurz nach 11.00 Uhr sahen wir dann Ines mit einer Freundin ankommen, welche uns heftig mit Talkum einpuderte. Wir waren noch ohne Puder, konnten es aber später an jeder Ecke für 2 Euro kaufen.

Schwarze Tomasita und weiße Herren

Tomasita war das schwarze Dienstmädchen der Kolonialherren. Seit Jahren wird es von einem Palmero dargestellt. Laut Überlieferung brachten sie es mit zurück in die Heimat und wurden im Hafen von ihren Familien begrüßt, welche ebenfalls weiß gekleidet waren.
Auf der Plaza de Espana würde „Tomasita“ gegen Mittag eintreffen. Doch Ines ließ uns wissen, das sie zuerst per Boot ankommen würde.
Auf dem Weg zum Hafen folgten uns stetig mehr „Indianer“in weiß.
Nach kurzer Wartezeit stieg die schwarze „Dienerin“ aus dem Boot und wurde mit lauter Musik empfangen.
Sie tanzte über die Hafenstraße und ließ ihr langes, grünes Kleid, welches an Flamenco erinnerte, im Rhythmus der Töne mitschwingen.
Wenig später gingen wir zurück zur Plaza de Espana. Dort sollte Tomasita ihren großen Auftritt haben. Der Bürgermeister hieß sie willkommen.

Talkum Puder und Indianerkinder

Großzügig hantierten wir mit unserer Puderdose. Vor allem den Kindern hat es Spaß gemacht. Sie puderten uns heftig zu. Inzwischen füllte sich die Plaza de Espana und es gab keine Lücke mehr. Die Luft war in weißen Puder-Nebel gehüllt und die Sichtweite verringerte sich.
Wir machten uns deshalb auf den Weg in die Oberstadt, um durch die schmalen Gassen einen Blick auf Tomasita zu erhaschen. Wie auf den Bildern ersichtlich, war es ein Massen Andrang, welchen wir zu sehen bekamen.
Wir standen nun 3,5 Stunden in vernebelten Gassen und freuten uns auf einen Cappuccino. Auf der Avenida Maritima fanden wir einen sonnigen Platz.
Der neue Hut den ich unterwegs erwarb, der alte wurde weggeblasen, wie befürchtet, besaß ein Gummiband. So konnte ich meinen Café „Ohne Hut halten“ genießen.
Den stimmungsvollen Tag und die Atmosphäre, welche Rosenmontag über Santa Cruz de La Palma schwebte, haben wir eingefangen. Aber sehen Sie selbst:

Santa Cruz im Strandfieber

Die ersten Gäste sind schon da

Über den neuen Stadtstrand gibt es unterschiedliche Meinungen. Muss er wirklich sein?
Wir schauten uns die Bauarbeiten an und fanden ihn gar nicht so schlecht.
Eine Auszeit mitten im Stadtgeflüster ist sicher für gestresste Menschen willkommen.
Auf der Avenida Maritima steht zur Zeit noch ein hoher Bauzaun. Trotzdem haben wir Fotos gemacht, welche belegen, das der Strand in Kürze eine Bereicherung sein wird.
Doch die ersten Gäste sind schon da. Möwen machen es sich gemütlich dort.
Der Strand ist größer als er auf Bildern oder von der Oberstadt aus wirkt.
Wenn nur die vielen Autos auf der Avenida nicht wären! Wir hoffen das die Verantwortlichen schnell eine Lösung finden. Gute Ansätze sind ja da.
Aber schauen Sie mal, welchen Eindruck er heute schon macht:

Weiter durch Santa Cruz geht es im nächsten Teil

Mariana

Mariana

Seit ich im Millennium Jahr das erste Mal auf La Palma war, schlägt mein Herz für die Isla Bonita. Der Wunsch auf der Insel zu leben, täglich auf den Atlantik zu schauen und die wunderbare Bergwelt zu genießen, soll in nächster Zeit wahr werden. Ich war in Afrika, in Ägypten, auf Cuba und habe festgestellt, das es an keinem Ort soviel Lebensqualität im Alltag gibt wie auf La Palma. Unsere Vorbereitungen laufen..........