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Die Kanaren ohne Karneval?

Die Kanaren ohne Karneval?

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Die Kanaren ohne Karneval? Undenkbar! Daher freut uns besonders, dass lokale Wetterweise eine eher trockene Saison ankündigen. Im übelsten Fall mag es etwas böig werden, doch dunkle Wolken samt Regen sollten kaum drohen.

Weniger sonnig sieht die Lage aber für Beamte der kanarischen Verwaltung aus: Ihnen hatte die Regierung recht zügig den Bonus zu Weihnachten entzogen – immerhin spart auch der König. Darob erzürnt droht ihre Gewerkschaft nun mit Einspruch beim Verfassungsgericht.

Dabei stehen gerade für die Kanaren die Zeichen der Wirtschaft nicht auf Sturm. Führende Experten der spanischen Ökonomie, darunter jene von Funcas und der BBVA, meinen gar, die Inseln könnten als erste Provinzen aus der nationalen Krise ausbrechen. 

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Also wird es Zeit, die nächste Katastrophe für die Inseln anzuzetteln, mag sich Spaniens Minister fürs Industrielle, Senor Soria, gedacht haben. Soll Repsol doch vor den Küsten dieser autonomen Gemeinschaft bald Rohöl fördern, was kein Scherz zu Karneval ist.

Dieser Plan stinkt den Mitgliedern des „Clean Ocean Project“ auf Fuerteventura mächtig, den sie mit ihrem eigenen Vorhaben kontern. Als Zeichen gegen einen Abbau des schwarzen Goldes vor ihrer Insel und Lanzarote wollen sie den Atlantik schonend im Segelboot überqueren. Ob ihr kleines Schiff einen Antrieb auf Basis jenes Rohstoffs enthält, ist uns nicht bekannt.

Doch bevor die erste Ölpest Reisende von diesen schönen Inseln abhält, wollte das Iberia kürzlich schon selbst in die Hand nehmen. So hatte Spaniens edelste Linie mehrere Tage des Streiks vor Weihnachten angedroht. Zwar kam es nicht dazu, aber die gespannte Lage bleibt aktuell: Nach Weihnachten folgt bekanntlich Ostern.

Streiks wären bitter, boomt der für die Provinzen wesentliche Tourismus doch bisher eher ungetrübt. Ohne eine Iberianische Apokalypse dürften demnächst übrigens die betuchten Schweizer diesen Zweig der Ökonomie weiter wachsen lassen: Eine beliebte TV-Serie zu populären Zielen ist im Januar angelaufen, die den Eidgenossen insbesondere auch die Kanaren an Herz legt.

Wolfgang

Wolfgang

Die kanarischen Inseln haben einen schönen Platz in Europa. Ich freue mich das ich hier sein kann.

1 Comment

  1. Hallo Wolfgang, vielen Dank für den Artikel. Das es Spanien nicht gut geht ist ja allen bekannt. Wie lange das alles noch gut geht ist schwer zu sagen. Das es dann auch die kanarischen Inseln trifft wird unausweichlich sein. Gerade heute gibt es wieder einen großen Artikel bei Spiegel-online:

    „Es ist die höchste Quote von faulen Krediten bei spanischen Banken, die jemals aufgezeichnet wurde: Rund 11,4 Prozent der Darlehen werden nicht zurück gezahlt. Die Geldhäuser könnten Kredite in Höhe von mehr als 190 Milliarden Euro verlieren.“

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