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Die kanarische Insel La Gomera

Die kanarische Insel La Gomera

17. Januar 20134176Views2Comments
La Gomera

Sie ragt 1487 Meter, über den Meeresspiegel hinaus und liegt vom spanischen Festland rund 1300 km und vom afrikanischen Festland etwa 300 km entfernt. Sie gehört zu den älteren der Kanarischen Inseln, mit vulkanischem Ursprung, und etwa 12 Millionen Jahren. Auf der Insel selbst herrscht die Landessprache Spanisch, wobei es weltweit nur hier, die existierende Pfeifsprache El Silbo gibt, eine der Besonderheiten La Gomeras. Sie diente und dient noch heute, der einfachen Verständigung über große Distanz und weite Täler.

Eine vielfältige Landschaft

La Gomera hat eine vielfältige Landschaft von kargen Bergen, fruchtbaren Tälern, bis hin zu undurchdringlichen Waldgebieten und attraktiven Stränden. Die Insel eignet sich also für Naturliebhaber, Wanderurlauber oder auch einfach nur zum Erholen und Entspannen.
An den Küsten der Insel herrscht das ganze Jahr über ein sehr mildes Klima, selbst im Winter zwischen 19-22 Grad im Schatten. Die Nordhälfte der Insel ist fruchtbar und wird von Passatwinden mit feuchter Luft versorgt, wogegen die Südhälfte eher trocken ist.
Ab 500 Meter Höhe befinden sich im Norden der Insel immergrüne Farne und Lorbeerwälder, oberhalb von 1000 Metern gehen sie in einen Heidemischwald über. Da der Süden eher regenarm ist, dominieren hier verschiedene karge Sträucher und die Kanarenpalme, verwandt mit der nordafrikanischen Dattelpalme. La Gomera ist somit die palmenreichste Insel des Archipels, mit etwa 120.000 Exemplaren. Die salzhaltige Brise des Meeres fördert in Küstennähe Pflanzen, wie den Strandflieder, Agaven und Feigenkakteen. Auf La Gomera befindet sich der Garajonay Nationalpark, dessen Ökosystem seit 1986, als Weltnaturerbe unter dem Schutz der UNESCO steht. Bis zu 2 Meter hohe Farne wachsen im immergrünen Nebelwald, im Herzen des Nationalparks, wo auch Bäche fließen mit wenigen Wasserfällen. Hier befindet sich auch der größte, noch zusammenhängende Lorbeerwald der Erde. 1984 und im August 2012 kam es auf der Insel zu großen Waldbränden, durch einen sehr trockenen Winter und Frühling, wobei auch Teile des Nationalparks und des Lorbeerbestandes zerstört wurden.

San Sebastian, die Hauptstadt der Insel

San Sebastian de la Gomera ist die Hauptstadt der Insel, bestehend aus 19 Siedlungen, mit etwa 4500 Einwohnern. Für Touristen gibt es hier nicht viel Sehenswertes in der Stadt. Die wenigen sehenswerten Orte weisen aber auf Christoph Columbus hin, einen berühmten Gast der Insel, welcher 1492 erstmals im Hafen von San Sebastian seine Wasser- und Lebensmittelvorräte, für seine Entdeckungsreisen, aufgefüllt hat. Nordöstlich, vom Hafen aus, geht es durch einen Tunnel auch zur Nachbarbucht und damit zum Sandstrand Playa de la Cueva, dieser bietet sich für Badeurlauber an.
Playa de Santiago ist bei Touristen sehr beliebt, da es der sonnensicherste Ort der Insel ist. Hier befinden sich entlang der Uferpromenade auch diverse Bars und Restaurants. Für diejenigen, die es gern etwas ruhiger haben und einen kleinen Fußmarsch nicht scheuen, gibt es östlich von Tecina, den Playa de Tapahuga und den Playa del Medio, nahezu menschenleere Strände zum entspannten Sonnenbaden.

Im Nordwesten befindet sich Agulo, was die kleinste Gemeinde der Insel ist, mit etwa 1500 Einwohnern und bekannt als das ursprünglichste Dorf von La Gomera. Es ist wie aus einem anderen Jahrhundert, mit seinen Kopfstein gepflasterten Gassen. Die Einwohner verdienen sich ihren Lebensunterhalt hier mit Agrarwirtschaft und Fischfang, und zunehmend mit touristischen Unterkünften.

Der Tourismus hat sich auch in Vallehermoso, was übersetzt „Das schöne Tal“ heißt, weiter entwickelt. Der Ort ist besonders gut geeignet für Wanderungen durch das Obertal, bis hin zum Strand Playa de Vallehermoso. Eine schön restaurierte Bananenverladestation, das „ Castillo del Mar“, mit einem Panoramarestaurant, welches für verschiedene Veranstaltungen genutzt wird, befindet sich direkt am Meer. Vom Baden im Meer wird hier jedoch abgeraten, da es durch die starke Strömung und hohe Brandung, auch für gute Schwimmer, gefährlich werden kann.
Eine, sich über 6 km erstreckende Streusiedlung, zum Meer, eingerahmt von grünen Terrassen, befindet sich in Hermigua. Durch den feuchtigkeitsspendenden Passatnebel gedeihen hier besonders gut Kartoffeln, Getreide, Tomaten und Zitrusfrüchte, und natürlich nicht zu vergessen das größte Bananenanbaugebiet der Insel. Das alles reicht aber bei Weitem nicht mehr aus für große Gewinne, weshalb zunehmend Appartements und Pensionen entstehen, bzw. Unterkünfte in restaurierten, traditionellen Landhäusern. Hier befindet sich auch der ganzjährig fließende Wasserfall „El Chorro“, dieser wird von Wanderern gern besucht. Da auch in der Region das Meer zum Baden zu gefährlich ist, bietet sich das Meerwasserbecken, bei der alten Bananenmole an, oder alternativ das Freibad, inmitten der Bananenplantagen, welches allerdings nur im Sommer geöffnet hat.

Der Strand von Valle Gran Rey

Es gibt aber auch schöne Strände auf La Gomera, beispielsweise die sonnigen Sandstrände des Valle Gran Rey, ein wunderschönes in grün getauchtes Tal, wo es besonders Badeurlauber hinzieht und somit zum touristischen Zentrum von La Gomera wurde. Mit einer der schönsten Strände ist der Playa del Ingles, der unter den Anhängern von freier Körperkultur bekannt und beliebt ist. Der Playa de la Calera liegt dagegen direkt an der Promenade von La Playa und besticht durch seinen feinen, dunklen Sand. Hier lassen sich besonders in den Wintermonaten wunderschöne Sonnenuntergänge beobachten. Für Eltern mit Kindern eignet sich besonders der kleine Sandstrand Playa de Vueltas, im Hafenbecken von Vueltas. Hier starten übrigens auch Bootsausflüge zur Wal- und Delphinbeobachtung. Etwa 500 Meter östlich davon ist es wieder etwas einsamer am grobsteinigen Strand Playa de Argaga.
La Gomera hat seinen ganz eigenen Charme, mit verträumten Dörfern zwischen Terrassenfeldern, verwunschen wirkendem Grün und an den Küsten, viele kleine, dunkle Strände.

Vanessa

Vanessa

Ich bin Vanessa und bereise die kanarischen Inseln sehr gerne. Die Inseln sind so abwechslungsreich, das ist wunderbar. Inzwischen habe ich sogar Freunde auf den Kanaren, was mich sehr erfreut.

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