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Go North – die andere Seite der Ferieninsel Gran Canaria

Go North – die andere Seite der Ferieninsel Gran Canaria

16. Januar 20162189Views
Arucas

Seit den Tagen, als in Las Palmas der Tourismus auf Gran Canaria seinen Anfang genommen hat, ist viel passiert auf der beliebten Ferieninsel vor der Küste Afrikas. Durch die Erschließung und den Ausbau der Urlaubsgebiete im sonnigen Süden, besonders in den 70er und 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, hat sich das Geschäft mit den Touristen immer mehr verlagert. Während die Besucher in stetig wachsender Zahl an die Strände um Playa del Inglés, Maspalomas und Puerto Rico pilgerten, verlor die Inselhauptstadt kontinuierlich an Bedeutung für den Tourismus. Auch die anderen Städte im Norden Gran Canarias konnten nur bedingt vom Urlauberstrom profitieren. Ganz zu Unrecht, wie man bei einer Reise über die Insel leicht feststellen kann. Der Norden hat nicht nur mit üppigem Grün bedeckte Landschaften und wilde Strände zu bieten, an denen der Nachbar weiter als eine Handtuchbreite entfernt liegt, sondern auch sehenswerte Städte und Dörfer.

Zum Beispiel Arucas. Der Name ist den meisten Gästen der Insel wohl bekannt, denn der Rum, der hier gebrannt wird, hat schon so manchem Urlauber bei den ausgelassenen Partys in den Bars und Diskotheken von Playa del Inglés oder Puerto Rico die Sinne vernebelt. Dass man die Brennerei auch besichtigen kann, ist weniger bekannt. Bei einem Besuch der Stadt sollte man sich auch Zeit nehmen, einen Blick auf die neogotische Kirche und das sehenswerte historische Zentrum von Arucas zu werfen.

Auch Firgas mit seinem gepflegten Paseo de Gran Canaria gehört zu den Orten auf der Insel, die durchaus einen Besuch wert sind. Ebenso wie Moya, wo der Platz rund um die Kirche einen wunderbaren Ausblick auf die Täler der Umgebung bietet. Die Wohnstätten der Altkanarier bei Santa María de Guía und die Höhlenmalereien in Gáldar sind ebenfalls lohnenswerte Ziele bei einer Exkursion zu den Sehenswürdigkeiten und den Bewohnern im Norden Gran Canarias. Authentisches kanarisches Leben findet man auch in den kleinen Dörfern in der spektakulären Bergwelt der Insel. Wer einmal auf einem der malerischen Dorfplätze in aller Ruhe einen Kaffee getrunken hat, der wird den Trubel in den Touristengebieten ganz schnell vergessen und erkennen, dass Gran Canaria weitaus mehr zu bieten hat als Party, Strand und Sonnenbaden.

(Foto Calle de León y Castillo in Arucas von palestrina55/flickr.com Lizenz: BY-NC-SA)

Thomas

Thomas

Durch meine Arbeit als Journalist habe ich das große Glück überall auf der Welt arbeiten zu können. Auch auf den Kanarischen Inseln habe ich einige Jahre verbracht, eine Zeit, an die ich mich immer gerne erinnere. Obwohl ich danach noch in anderen interessanten Ländern leben durfte gehören die spannenden Erfahrungen, die ich auf den Inseln gemacht habe zu den Erlebnissen, die ich in meinem Leben nicht missen möchte.

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