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Jugendliche von Gran Canaria stellen eigenes Sexvideo auf Twitter ein

Jugendliche von Gran Canaria stellen eigenes Sexvideo auf Twitter ein

16. Januar 20141710Views
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Ein 16 Jahre alter Junge und ein gleichaltriges Mädchen haben einmal mehr gezeigt, wie wichtig es ist, Kinder im richtigen Umgang mit den gar nicht mehr so neuen Medien zu schulen und über die Gefahren eines allzu sorglosen Umgangs mit der eigenen Intimsphäre zu informieren.

Am vergangenen Montag wurde auf dem Twitterprofil eines Mädchens aus Gran Canaria ein Video hochgeladen, das explizit sexuellen Charakter hat. Es zeigte die junge Frau mit ihrem Freund beim Koitus. Obwohl das mit einer Handykamera fabrizierte Werk weder technische noch künstlerische Raffinesse erkennen ließ, mutierten die Aufnahmen innerhalb kürzester Zeit zu einem Trending Topic im sozialen Netzwerk Twitter. Außer über diese Plattform wurde das Video auch über andere Webseiten und den Nachrichtendienst Whatsapp verbreitet.

Guardia Civil entdeckte das Video im Netz

Auf diesen „Erfolg“ aufmerksam wurden auch Fahnder der Guardia Civil, die sich bemühten, die weitere Verbreitung zu stoppen. Gleichzeitig wurden die Eltern des jungen Mädchens, auf dessen Profil der Clip hochgeladen worden war, über die Vorkommnisse informiert. Die zuständige Stelle der Dirección General de Dependencia, Infancia y Familia bei der Regierung der Kanaren setzte außerdem die Staatsanwaltschaft auf den Fall an.

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Auch die Mutter der 16-Jährigen erstattete Anzeige gegen Unbekannt, obwohl mittlerweile als sicher gilt, dass einer der beiden Jugendlichen das Video selbst auf Twitter hochgeladen hat.

Mittlerweile wurde zwar der Account gelöscht, doch so einfach ist ein derartiges Machwerk nicht aus dem Netz zu bekommen. Zu klären bleibt jetzt in erster Linie, ob beide Beteiligten gemeinsam ihr Liebesspiel veröffentlicht haben und es sich lediglich um einen äußerst naiven Umgang mit persönlichsten Angelegenheiten im Internet handelt, oder ob es eine gezielte Aktion eines der beiden Beteiligten war, um den anderen zu diffamieren und in der Öffentlichkeit bloß zu stellen. Zur Zeit weist jedoch alles darauf hin, dass die Aufnahmen in beiderseitigem Einvernehmen der Netzgemeinde zur Verfügung gestellt wurden.

Sexting wird zum Problem

Eine Straftat ist die ganze Geschichte dennoch, da sexuelle Darstellungen von Minderjährigen in den meisten Ländern verboten sind. Das sogenannte Sexting, bei dem Jugendliche freizügige Fotos und Videos an Freunde verschicken oder – wie in dem Fall auf Gran Canaria – auf ihren Accounts in den sozialen Netzwerken posten, wird unter Jugendlichen immer öfter praktiziert. In der Regel ist den jungen Leuten nicht bewusst, welchen Schaden sie sich selbst mit derartigen Aktionen zufügen. Die Aussage „Das Netz vergisst nichts“ sollte bei allen Daten, Fotos, Filmen und Informationen, die gepostet werden, immer im Hinterkopf dafür sorgen, dass man sich ganz genau überlegt, was man von sich selbst preisgeben möchte.

Diese Maxime muss gerade Kindern und Jugendlichen immer wieder nahegebracht werden. Der verantwortungsvolle Umgang mit den eigenen Daten sollte sowohl in den Familien als auch in der Schule ein Thema sein, dem mehr Aufmerksamkeit zu teil werden muss. Nur wer sich bewusst ist, welche Gefahren das Internet bereit hält, kann die vielfältigen Chancen und Möglichkeiten dieses Mediums effektiv und sicher nutzen.

Thomas

Thomas

Durch meine Arbeit als Journalist habe ich das große Glück überall auf der Welt arbeiten zu können. Auch auf den Kanarischen Inseln habe ich einige Jahre verbracht, eine Zeit, an die ich mich immer gerne erinnere. Obwohl ich danach noch in anderen interessanten Ländern leben durfte gehören die spannenden Erfahrungen, die ich auf den Inseln gemacht habe zu den Erlebnissen, die ich in meinem Leben nicht missen möchte.

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