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Kein Öl vor den Kanaren – Repsol stellt Probebohrungen ein

Kein Öl vor den Kanaren – Repsol stellt Probebohrungen ein

16. Januar 20151394Views1Comment
Archivfotot einer Bohrinsel

Die staatliche Ölgesellschaft Repsol hat bei ihren im November begonnenen Probebohrungen im Sektor Sandia, der etwa 60 Kilometer vor den Küsten von Lanzarote und Fuerteventura liegt, kein Öl gefunden. Das Bohrloch wird nun versiegelt und die Arbeit eingestellt. Eine weitere Suche in dem weiter südlich gelegenen Sektor Chirimoya wird es nach Angaben des Unternehmens – zumindest im Moment – nicht geben. Die von der Regierung erteilte Genehmigung für Bohrungen in diesem Bereich soll nicht genutzt werden.

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Das Bohrschiff Rowan Renaissance wird die Kanarischen Gewässer in der nächsten Woche in Richtung der Küste von Angola verlassen, um dort bei einem anderen Projekt des Ölmultis eingesetzt zu werden.

Die Analyse der Probebohrungen hatte ergeben, dass im Boden unter dem Meer keine nennenswerten Mengen an Öl zu erwarten sind. Es wurden jedoch Hinweise auf ein Gasvorkommen gefunden, die allerdings darauf schließen lassen, dass eine wirtschaftliche Förderung auf Grund der geringen Menge und Qualität nicht möglich sein wird. Repsol gab an, dass vor Beginn der Probebohrungen mit einer Wahrscheinlichkeit von lediglich 15 bis 20 % davon ausgegangen worden war, ausreichende Mengen an Öl und Gas zu finden. Als Misserfolg will der Konzern sein Engagement auf den Kanarischen Inseln deshalb nicht verstanden wissen.

Derzeit liegen noch keine Informationen dazu vor, ob sich Repsol wirklich endgültig von den Kanaren verabschieden wird oder ob die Bohrungen nicht doch in einigen Monaten wieder aufgenommen werden. Auf einer Pressekonferenz, die in einigen Tagen stattfinden wird, sollen die Ergebnisse der Analyse der Bodenproben offiziell der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Fragen nach den langfristigen Plänen des Unternehmens für die Felder in den Kanarischen Gewässern werden sich dann ganz sicher nicht vermeiden lassen.

Thomas

Thomas

Durch meine Arbeit als Journalist habe ich das große Glück überall auf der Welt arbeiten zu können. Auch auf den Kanarischen Inseln habe ich einige Jahre verbracht, eine Zeit, an die ich mich immer gerne erinnere. Obwohl ich danach noch in anderen interessanten Ländern leben durfte gehören die spannenden Erfahrungen, die ich auf den Inseln gemacht habe zu den Erlebnissen, die ich in meinem Leben nicht missen möchte.