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Lorbeerwälder und einsame Dörfer

Lorbeerwälder und einsame Dörfer

8. April 20152108Views5Comments
Dorf im Lorbeerwald

Lorbeerwälder und einsame Dörfer

Den Norden La Palmas erkunden wir in jedem Urlaub. In diesem Jahr sollte es eine Exkursion durch Villa de Garafia sein. Dort waren es nicht nur die Mandelbäume, welche uns begeistert haben. Über La Mata erreichten wir viele kleine Dörfer mitten in den Lorbeerwäldern.

Während der Fahrt in abgelegene Orte, wie Don Pedro, El Mudo oder Hoya Grande, spürten wir die Magie der Landschaft. Die unglaubliche Ruhe fing uns ein und ließ uns in Zeiten schauen, in der Stille noch eine Bedeutung hatte.

Artikelserie La Palma im Februar
Teil 1 Eiswelten und Frühlingszauber
Teil 2 Lorbeerwälder und einsame Dörfer
Teil 3 Dia de los Indianos
Teil 4 Santa Cruz- Truchas, …

Kiefernwald, Rinder und Kinder

In den Bezirken des Nordens leben die wenigen Menschen friedlich zusammen. Sie haben Tiere, wie Schafe, Ziegen oder Kühe, welche versorgt werden müssen. Die Weidewirtschaft erlaubt es ihnen bis heute ihren Lebensunterhalt zu sichern. Ein sehr authentisches Erlebnis hatten wir in La Mata. Mitten in einem Kiefernwald waren große Weideflächen abgezäunt. Schauen Sie mal was wir da entdeckt haben:

Königswege und Steilküste

Über uralte Caminos Reales, die Königswege der Ureinwohner, sind die einzelnen Orte miteinander verbunden. Zeitweise führen sie an schönen Gärten und geschichtsträchtigen Häusern vorbei.
Mutige Wanderer können sich an den eindrucksvollen Steilküsten diese Wege suchen. Aber Vorsicht, Trittsicherheit ist unbedingt notwendig.
Bis zu 20 unterschiedliche Lorbeer-Arten haben ihr zu Hause auf den Kanaren.
In den Lorbeerwäldern von La Palma, welche hauptsächlich mit Laurisilva bewachsen sind, bewundern wir oft den üppigen Unterwuchs mit Farnen, überdimensionalem Löwenzahn und niedriger Baumheide. Zur Blütezeit im Frühjahr wirkt die Heide besonderes filigran. Sie kann aber auch mehrere Meter hoch werden.

Santo Domingo – Oase in Villa de Garafia

Villa de Garafia Stadtwappen
Villa de Garafia
Stadtwappen

In der über 100 Quadratkilometer großen Gemeinde, welche heute etwa 450 Einwohner hat, gibt es eine der schönsten Kirchen auf La Palma. Die „Iglesia Nuestra Senora de la Luz“( Jungfrau des Lichts.) Eine im Mudejarstil verzierte Decke, macht sie einzigartig.

Diese muslimische Handwerkskunst zeichnet sich durch feine Ornamentik und minimale figürliche Darstellung aus. Unter Verwendung von Gips, Backsteinen und Keramik, entstehen typische Kunstwerke, deren Einflüsse auf maurische und christliche Elemente zurückzuführen sind.

Stadtwappen mit historischem Hintergrund

Tagalgen, nannten die Ureinwohner das heutige Villa de Garafia. Um 1580 von der kastilischen Krone eingenommen, wurden die Gebiete in den höheren Lagen an die Bauern vergeben. Einen Teil Ihrer Einkünfte mussten sie allerdings teilen.
Anfang des 19. Jahrhunderts bekam Garafia den Stadt-Titel „Villa de Garafia“ zuerkannt. Das schöne Stadtwappen erinnert an die kastilische Krone.

Koloniale Villen und Feriendomizile

Der kleine Haupt- und Verwaltungssitz Santo Domingo ist sehenswert. Imposante Herrenhäuser an den grob gepflasterten Straßen, erinnern an die Zeit der Kolonialherren.
Schmale, steile Gassen, dessen Häuser mit farbenfrohen Fassaden den Ort schmücken, laden zu einem Rundgang ein.
Den Dorfplatz Baltasar Martin, zieren riesige Lorbeerbäume mit gigantischen Stämmen. Ein schattiges Plätzchen um die Geräuschlosigkeit zu genießen.
Wer sich geschichtlich informieren möchte, kann das am Dorfeingang tun. Hier steht das Museum „Casa de la Cultura“, Geschichte und Traditionen von Santo Domingo werden dort näher gebracht.

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag 10 – 17 Uhr
Samstags 10-14 Uhr

Während wir den Ort erkundet haben, spürten wir eine wohltuende Lautlosigkeit, die mit Stadtbummel wenig gemein hat. Begegnet ist uns kein Mensch, nur der Inhaber des kleinen Restaurants „Cafeteria Bar Plaza“ stellte gerade die Stühle heraus.
Doch in über 300 Metern Höhe lohnen sich die Ausblicke auf den Atlantik und die imposante Steilküste. Noch verirren sich wenige Gäste in dieses Idyll im Norden. Es gibt aber auch Ferienhäuser oder Apartments zu vermieten. Wer die absolute Ruhe sucht, ist in Santo Domingo genau richtig. Ein ursprüngliches Feriendomizil haben wir hier gefunden:
Ferienhaus 1031311 in Santo Domingo de Garafia – Casamundo


Im nächsten Teil der Serie geht es um Santa Cruz de la Palma.

Mariana

Mariana

Seit ich im Millennium Jahr das erste Mal auf La Palma war, schlägt mein Herz für die Isla Bonita. Der Wunsch auf der Insel zu leben, täglich auf den Atlantik zu schauen und die wunderbare Bergwelt zu genießen, soll in nächster Zeit wahr werden. Ich war in Afrika, in Ägypten, auf Cuba und habe festgestellt, das es an keinem Ort soviel Lebensqualität im Alltag gibt wie auf La Palma. Unsere Vorbereitungen laufen..........