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Ökotourismus auf den Kanarischen Inseln gewinnt zunehmend an Bedeutung

Ökotourismus auf den Kanarischen Inseln gewinnt zunehmend an Bedeutung

3. Oktober 20163418Views
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In der Tourismusbranche auf den Kanarischen Inseln wächst die Einsicht, dass die Attraktivität der Inseln auf Dauer nur dann erhalten werden kann, wenn man sich von alten Rezepten verabschiedet. Immer mehr und größere Hotels können langfristig nicht die Lösung für zukünftige Probleme sein.

Derzeit läuft es gut für die Inseln des Ewigen Frühlings vor der Nordwestküste Afrikas. Die zahlreichen Krisenherde auf der Welt lassen die Attraktivität einiger klassischer Urlaubsländer stetig fallen. In Ägypten fühlen sich viele Besucher ebenso wenig sicher wie in der Türkei oder in Tunesien. Die Kanarischen Inseln erfreuen sich aus diesem Grund an steigenden Buchungszahlen, die voraussichtlich auch in der kommenden Saison wieder für volle Kassen sorgen werden. Wie lange die Situation für die Hoteliers so erfreulich bleiben wird, kann jedoch kaum jemand voraussagen. Deshalb tut man gut daran, sich schon jetzt Gedanken darüber zu machen mit welchen Angeboten man auch nach dem Boom noch Gäste auf die Kanaren locken kann.

Der Ausbau des Ökotourismus spielt bei diesen Überlegungen eine immer größere Rolle. Gigantische Hotelanlagen, die genauso an jedem beliebigen Ort auf dem Globus stehen könnten, werden sicherlich auch in Zukunft für manche Urlauber noch ihren Reiz haben, besonders dann, wenn dort ein einwöchiger Urlaub weniger kostet als ein Bahnticket von Hamburg nach München.

Immer mehr Menschen wünschen sich jedoch etwas anderes und verlangen eine Umgebung, in der Nachhaltigkeit und der Schutz der Natur entscheidende Rollen spielen. Dafür sind sie dann auch bereit, etwas tiefer in die Tasche zu greifen. Die Entwicklung solcher Konzepte, bei denen auf diese Wünsche Rücksicht genommen wird, ist gerade jetzt angesagt, in einer Zeit, in der das Geld für innovative Ideen vorhanden ist.

In Arona auf Teneriffa geht man bereits neue Wege. In der 90.000 Einwohner zählenden Stadt im Süden der Insel wird derzeit alles dafür getan, sich schon bald als erste Destination auf den Kanaren mit dem Zertifikat „Biosphere Responsible Tourism“ schmücken zu können. Dazu müssen nicht nur bestimmte Vorgaben im Umweltschutz und bei der Nachhaltigkeit erfüllt, sondern auch soziale und ökonomische Aspekte berücksichtigt werden. Ob Arona sich den begehrten Titel schon verdient hat, wird derzeit von einer Kommission geprüft, die Ende September auf Teneriffa zu Gast war. Konnte man bei dieser Gelegenheit die Prüfer überzeugen, wird Arona in einigen Monaten als erste kanarische Gemeinde mit dieser Auszeichnung werben dürfen.

Doch nicht nur auf Teneriffa, sondern auch auf Gran Canaria, La Palma und den anderen Inseln wird zunehmend mehr Wert auf den sanften Tourismus gelegt. Wandertouren liegen hier ebenso im Trend wie Wellnessurlaub in Hotels, die etwas abseits der bekannten Touristenzentren liegen. Doch auch diese Ziele sind von Nordeuropa aus leicht zu erreichen. Ein Flug München – Teneriffa oder von Düsseldorf nach Gran Canaria dauert nur etwas mehr als vier Stunden. Auch Lanzarote oder Fuerteventura sind mit zahlreichen Flughäfen in Deutschland, Österreich oder der Schweiz direkt verbunden.

Thomas

Thomas

Durch meine Arbeit als Journalist habe ich das große Glück überall auf der Welt arbeiten zu können. Auch auf den Kanarischen Inseln habe ich einige Jahre verbracht, eine Zeit, an die ich mich immer gerne erinnere. Obwohl ich danach noch in anderen interessanten Ländern leben durfte gehören die spannenden Erfahrungen, die ich auf den Inseln gemacht habe zu den Erlebnissen, die ich in meinem Leben nicht missen möchte.

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