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Teneriffa Wandern: Der Guergues Steig
1. Juni 20132589Views

Teneriffa Wandern: Der Guergues Steig

an der Abbruchkante
an der Abbruchkante

Die Wanderung durch die bekannte Masca Schlucht ist weit über Teneriffa hinaus bekannt. Doch nur eine kleine Anzahl der Wanderer, die täglich durch die bekannte Schlucht laufen, kennt den Guergues Steig. Und dennoch befindet er sich in unmittelbarer Nähe dieser bekannten Wanderstrecke, denn der Wanderweg über den Guergues Steig verläuft unmittelbar über der Gebirgskette, die den Barranco von Masca nach Süden begrenzt. Diese abwechslungsreiche Kammwanderung von Ost nach West auf dem südlichen Grat parallel über der Masca Schlucht führt den Wanderer von 1000 bis auf ungefähr 500 Höhenmeter herunter. Sie bietet dem Höhenwanderer neben wunderschönen Ausblicken über den südlichen Teil von Teneriffa und die benachbarten Inseln, auch Gelegenheit, einmal von oben einen Blick in den Barranco von Masca und in den südlich vom Grat gelegenen Barranco de Natero zu werfen.

Ausgangspunkt dieser Gratwanderung über den Guergues Steig ist der Mirador de Masca (1001 Meter hoch) an der Straße zwischen Santiago del Teide und Masca. Normalerweise komme ich am frühen Morgen mit dem Wagen  auf der TF – 346, der Calle de Masca, von Santiago del Teide hierher. Möglich ist natürlich auch eine Anfahrt vom Norden über Buenavista und Masca. Wenn der Cherfé Pass über Santiago del Teide mit den Busparkplätzen passiert ist, sind es noch einige hundert Meter auf der kleinen Straße, die in engen Windungen hinunter nach Masca führt.

Blick vom Mirador de Masca
Blick vom Mirador de Masca
Einstieg - Casas de Arazo im Hintergrund
Einstieg – Casas de Arazo im Hintergrund

Parken am Mirador

Der Mirador de Masca befindet sich auf der rechten Straßenseite. Hier hält nicht nur der Linienbus über Masca. Auch viele Busse, die die Touristen über die Insel fahren, legen hier eine kurze Rast ein, um den Rundreisenden diesen herrlichen Blick von oben auf Masca und die serpentinenreiche Straße, die sich durch das Tenogebirge schlängelt, zu ermöglichen.

Auf dem kleinen Parkplatz ist ausreichend Platz für einige Privatwagen. Das sieht allerdings die geschäftstüchtige Obsthändlerin, die dort jeden Morgen ihren eigenen Wagen abstellt, um frisches Obst und Gemüse an die vorbei fahrenden Touristen zu verkaufen, etwas anders.

Felsen und Ziegen
Felsen und Ziegen

Sie beansprucht mit ihrem eigenen Lieferwagen einen Großteil der Parkfläche und mag es überhaupt nicht, wenn Wanderer ihre Fahrzeuge in unmittelbare Nähe ihres Fahrzeugs parken. Könnten ihr dadurch doch möglicherweise einige Kunden verloren gehen, wenn die Wanderer mit ihren Fahrzeugen die Sicht auf das Obst und Gemüse verdecken.

Auch bei meinem letzten Parkversuch am Mirador war sie bereits aktiv und pries mit ausladenden Gesten ihre frischen Tomaten an. „Nein, nein“, schrie sie auch dieses Mal wieder in Richtung meines Wagens. „Hier nicht parken. Weiter weg. Weiter weg.“ Doch so viel weiter weg, wie sie es gerne hätte, geht nicht, da die steil abfallenden Felsen jedem Fahrzeugführer natürliche Grenzen setzen. Mittlerweile kennt die engagierte Verkäuferin mich recht gut und weiß, dass ich versuche, ein wenig Abstand zu halten. So hört sie zumeist irgendwann mit ihrem „nein, nein“ auf. Sie wendet sich beruhigt ihrem Gemüse und Obst zu und winkt manchmal sogar vergnügt, wenn wir die Straße Richtung Einstieg zum Guergues Steig herunterwandern und vorher bei ihr noch die letzte Verpflegung erstanden haben.

Kammwanderung auf Ziegenpfaden

Wir gehen ca. 200 Meter die Straße entlang und kommen an eine scharfe Rechtskurve. Von dort aus sehen wir einige Häuser links unten im Barranco liegen. Das sind die sogenannten Casas de Araza, in denen einige Menschen mit ihren Hunden und Ziegen wohnen, die vom Ackerbau und der Viehzucht leben. Zu den Häusern führt ein Fahrweg den Berg hinunter in den Barranco. Doch wir schlagen an einer blauen Blechtonne den kleinen Weg nach rechts ein, der – wie die gesamte Wanderstrecke – sehr gut durch Steinmännchen markiert ist. Verlaufen ist bei dieser Kammwanderung so gut wie unmöglich, da es ständig recht nah am Bergkamm auf der linken und dann wieder auf der rechten Hangseite entlang geht. Allerdings ist der Weg häufig steinig, geröllig oder führt unmittelbar über den blanken Fels. Und die Tour führt auch nicht gerade auf dem Kamm entlang, sondern bereits in der ersten Stunde immer wieder in kleinen Windungen um Felsen herum bergauf und bergab.

steinige Wege
steinige Wege

Die ersten 20 Minuten dieser Wanderung wandern wir durch leichtes Gestrüpp und Gebüsch. An den ausgetretenen Sandpfaden erkennen wir, dass hier normalerweise neben einigen Wanderern auch viele Ziegen entlang laufen. Die kleinen Ziegenpfade führen uns rechts und links um größere Strauchgruppen herum. Hier gibt es noch verschiedene  Möglichkeiten, zwischen denen wir beim Weitergehen wählen können, um in die Nähe des Einstiegs zum Guergues Steig zu kommen. Wichtig ist nur, dass der Wanderer nicht zu weit nach links und damit ins Tal des Barrancos de Natero kommt. Denn dann wird es richtig anstrengend vom Tal wieder ganz hinauf auf den Grat zu kommen. Orientierung finden wir zu Beginn dieser Wanderung, wenn wir den vor uns liegenden ansteigenden Grat zwischen dem Barranco von Masca und dem Barranco Natero fest im Auge behalten.

Noch geht es auf den Ziegenpfaden in weiten Serpentinen leicht bergab. Im weiteren Wegverlauf wechseln sich bergauf und bergab zunächst ständig ab. Der Weg ist nach dem ersten bewachsenen Teilstück zunächst sehr gut zu erkennen. Er ist teilweise mit großen Feldsteinen gepflastert, gut markiert und verläuft größtenteils auf der linken Hangseite. Ab und zu bieten sich fantastische Ausblicke auch zur rechten Seite nach Masca und in den Barranco von Masca. Wir passieren einen sehr markanten Felsen, der sich wie ein Finger in die Höhe streckt. Schauen wir zurück, sehen wir die Casas von Araza und bei Wolkenfreiheit hinter dem Teno Gebirge die gewaltige Erhebung des Teide. Vor uns liegt die Nachbarinsel Gomera und bei entsprechend klarer Sicht ist auch La Palma weiter im Norden gut zu erkennen.

Blick auf La Palma vom Guergues Steig
Blick auf La Palma vom Guergues Steig

Nachdem wir eine halbe Stunde gewandert sind, treffen  wir auf ein Gatter, das uns auf einem handbemalten Schild darauf aufmerksam macht, dass Hunde hier nicht erwünscht sind. Es weist uns auf Spanisch darauf hin, dass wir jetzt ein Grundstück im Privateigentum mit freilaufenden Tieren (in diesem Fall Ziegen) überqueren. Inwieweit solch ein Verbot für einen öffentlichen Wanderweg von einem Privatmann ausgesprochen werden darf, bleibt dem spanischen Recht vorbehalten. Ich habe auf diesem Weg mehrfach Hundehalter mit Hunden wandern sehen. Auch die Ziegenhirten, die hier täglich ihre Ziegenherden entlang des Wanderweges auf die Wiesen treiben, scheinen keine Einwände gegen fremde Hunde zu haben. Dennoch sorge ich dafür, dass mein Hund an der Leine bleibt und sich von den Ziegen fernhält.

Auf den Gipfel und zum Dreschplatz

Hunde nicht erwünscht
Hunde nicht erwünscht

Nach ungefähr einer Viertelstunde kommen wir am anderen Ende des Gatters an. Von dort geht es einen sehr kleinen steilen Pfad in engen Serpentinen wieder zurück auf den Grat hoch. Oben angekommen, wechseln wir die Hangseite und gehen auf schmalen, teilweise auch engen und ausgesetzten Pfaden auf der rechten Hangseite weiter. Der Blick in die Masca Schlucht ist großartig. Wenn wir genau hinsehen, sehen wir dort tief unten Menschen, die sich wie Ameisen ihren Weg um die Felsen in der Schlucht herunter bahnen. Doch auch hier oben ist Vorsicht geboten und jeder Schritt muss wohl gesetzt sein. Nach einiger Zeit geht es noch weiter hoch, wir überqueren ein ausgesetztes Felsplateau und gehen um eine Felsnase. Danach geht es recht lang geradeaus und auf gleicher Höhe unter Felsen auf der linken Hangseite weiter.

Rast am Dreschplatz
Rast am Dreschplatz

Nachdem wir ungefähr 1,5 Stunden bergauf und bergab auf den teilweise doch sehr schmalen abschüssigen Pfaden gegangen sind, die Schwindelfreiheit und Trittsicherheit erfordern, gelangen wir auf den Gipfel dieser Bergkette. Der Gipfel ist 1023 Meter hoch und bietet neben der faszinierenden Sicht in allen Richtungen auch eine gute Gelegenheit für ein geschütztes Picknick an der Felswand. An dieser Stelle haben wir vom Ausgangspunkt in Höhe von 1001 Meter gerade insgesamt 22 Meter an Höhe gewonnen. Nach der doch recht anstrengenden Wanderung, die an dieser Stelle bereits hinter uns liegt, weiß jeder, dass er mehr geleistet hat, als nur 20 Meter hoch zu steigen. Ich habe hier oben Regen- und Nebeltage erlebt. An diesen Tagen bin ich regelrecht durch kühle nasse Wolken gewandert. Eine Aussicht war nur schwer zu erahnen. Doch bei wolkenlosem Himmel ist die Sicht über den gesamten Inselsüden und den Atlantik mit den Nachbarinseln einfach gigantisch.

Nach Südwesten geht es von hier abwärts über den Lomo den Tablada, ein Wiesenplateau, an dessen unteren Ende Häuserruinen und ein alter Dreschplatz liegen. Dieser Teil der Wanderung ist nicht mit dem ersten Teil der Wanderung zu vergleichen, der uns auf schmalen Gebirgspfaden nahe am Grat vorbei führte. Nun geht es in lockeren Serpentinen durch grüne Büsche. Recht mühelos gelangen wir schnell den Abhang herunter. Genau so, als ob wir bereits im Tal wären. Tatsächlich befinden wir uns jedoch auf 900 Metern Höhe, auf einer großen abfallenden grünen mit Büschen bewachsenen Wiese. Der alte Dreschplatz, der eine gute Aussicht und Gelegenheit für eine Rast bietet, ist für viele Wanderer das Ende der Tour. Hierher dürfte ein durchschnittlicher Wanderer in knapp zwei Stunden vom Ausgangspunkt gelangen.

erste Ruine
erste Ruine

Finca de Guergues und zu den Abbruchkanten

Von hier geht es ziemlich steil und stetig weiter bergab. Viele Wanderer scheuen in dem Wissen, dass sie ja auch wieder zurück und damit hoch kommen müssen, an dieser Stelle den weiteren Abstieg. Doch wer über genügend Zeit und die ausreichende Kondition verfügt, der sollte sich so weit gekommen, nicht scheuen, noch ein wenig weiter abzusteigen.

Es geht von dem Dreschplatz auf steinigen engen Serpentinen, die teilweise mit Buschwerk zugewachsen sind, stetig bergab. Nach einer Viertelstunde kommen wir an einer weiteren Ruine vorbei. Und nach einer weiteren Viertelstunde stehen wir wiederum vor zwei weiteren allein stehenden Häuserruinen. Bei diesem Gehöft handelt es sich um die Finca de Guergues,

Finca Guergues - Namensgeberin für die Gratwanderung
Finca Guergues – Namensgeberin für die Gratwanderung

die hier verlassen auf 730 Meter Höhe liegt, und die dem Wanderweg den Namen gibt. Sie liegt unmittelbar an der linken Gratseite. Auf der rechten Seite der Finca ist eine weitere, sehr große mit Büschen bewachsene grüne Wiesenfläche. Hier ist der Bergkamm so weitläufig, dass man bei einem Blick nach rechts nicht das Gefühl hat, hoch auf dem Grat zu sein. Viele Möglichkeiten für eine Rast, gute Ausblicke und das offizielle Ende der Wanderstrecke Guergues Steig erwarten uns an dieser Stelle.

Wer nun noch weiter möchte, dem stehen verschiedene Alternativen zur Wahl. Es gibt ab der Finca de Guergues keinen einheitlichen Wanderpfad. Eine Möglichkeit besteht darin, einem Pfad an der linken Abbruchkante von der Finca Guergues weiter westlich zu folgen. Es geht recht dicht an den steil nach unten abfallenden Felsen entlang. Wir blicken an der südlichen Abbruchkante herunter in den Barranco Natero. Nach einiger Zeit erreichen wir ein kleines Felsmassiv, auf das wir mehr oder minder hoch wandern, klettern und steigen können. Doch hier ist äußerste Vorsicht geboten, da es in alle Richtungen steil bergab geht und der Weg mehr oder minder nur aus einem sehr steilen Kletterpfad besteht.

Blick auf die Südküste
Blick auf die Südküste

Einmal auf dem kleinen Gipfel angelangt, ist der Ausblick allerdings noch einmal so schön. Die große grüne bewachsene Fläche der Hochebene liegt uns zu Füßen und auf der anderen Seite geht es steil in den Barranco Natero herab. Wenn wir von dem Massiv wieder herunter geklettert sind, besteht die Möglichkeit, sich durch dicht mit Büschen bewachsene Wege, einen Pfad zu suchen, der möglicherweise noch ein wenig weiter auf der linken Hangseite entlang und an die Abbruchkante zum Atlantik heran führt. Ich selber habe einen solchen Pfad bislang nicht entdeckt und auch in keiner Beschreibung etwas darüber gelesen. Dennoch gehe ich jedes Mal an dieser Stelle ein klein wenig weiter, um für mich auf dem Guergues Steig Neuland zu entdecken.

Die zweite Möglichkeit, die sich von der Finca Guergues bietet, ist ein Pfad, der Richtung Norden quer über die Wiesen- und Buschfläche zur anderen

Seite des Grats leicht abwärts verläuft. Er ist nicht mehr mit Steinmännchen markiert, aber als Trampelpfad zunächst gut zu erkennen. Nach ungefähr 20 Minuten Wanderung von der Finca Guergues stehen wir an der anderen Seite der Abbruchkante und blicken wieder auf die Masca Schlucht herunter. Wer hier immer noch nicht genug hat und sich ein wenig weiter traut, kann auf dem schmalen Pfad und dem vorgelagerten Felsen weiterkraxeln und atemberaubende Blicke nach unten in die Masca Schlucht genießen. Doch an dieser Stelle befinden wir uns bereits recht dicht am unteren Ende hoch über der Masca Schlucht. Wir können auf einem sehr kleinen Pfad auf der rechten Hangseite mit einigen kraxeligen Passagen recht weit nach Westen vordringen. Auch hier habe ich mich auf jeder Wanderung ein wenig weiter vorgewagt, war aber selber noch nicht bis zu der Stelle, an der man unmittelbar auf den Masca Strand herunterschauen können soll.

Bergauf zurück

Wer soweit in die Einsamkeit unterhalb der Finca de Guergues vorgedrungen ist, der hat insgesamt bereits mehr als 500 Meter an Höhe verloren. Es gilt zu bedenken, dass diese Höhenmeter auch wieder im beschwerlichen Aufstieg zurück überwunden werden müssen. Daher ist es für jeden Wanderer wichtig, hier „unten“ den Rückweg immer im Kopf und daneben genug Wasser und Kondition vorrätig zu haben. Auch sollten diese Pfade wegen der Abgeschiedenheit besser nicht allein begangen werden, denn Handyempfang ist nicht immer gewährleistet und Hilfe recht fern. Doch ein Wanderer mit Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und einer guten Kondition wird seine wahre Freude an dieser beeindruckenden Tour haben.

Doch wenn alles an den schroffen Felsenkanten erforscht und genügend Ausblick eingefangen ist, geht es irgendwann für jeden Wanderer aus der Einsamkeit wieder auf den gleichen Pfaden zurück. Bis zu dem Gipfel der kleinen Bergkette wandern wir durchgehen bergan. Wer bis jetzt nicht ins Schwitzen gekommen ist, hat nun mit Sicherheit ausreichend Gelegenheit dazu. Kurz unterhalb des Gipfels führt der Weg dann gemäßigter zurück. Wie auf dem Hinweg geht es mal bergan und dann wieder bergab. Der anstrengendste Teil der Wanderung ist geschafft. Von nun an haben wir den Rückweg fest im Blick und sehen auch nach einiger Zeit wieder die Casas Araza vor uns liegen. Es begegnen uns freilaufende Ziegen, deren „Gemecker“ wir bereit aus der Ferne hören. Die Viehhirten rufen mit lauten Schreien und pfiffen nach den Ziegen und versuchen, ihre Herden hier so gut wie möglich in dem unwegsamen Gelände zusammen zu halten. Ab und zu treffen wir auch schon mal auf eine oder zwei verirrte Zicklein. Doch die sind mit ein paar großen Sprüngen schnell vor den Wanderern davon gesprungen.

Wir hingegen haben noch einige Höhenmeter über den Häusern von Arazo, die wir unter uns zurücklassen, zu bewältigen, bis wir wieder am Mirador von Masca ankommen. Diese Wanderung wird dem einen oder anderen Wanderer neben den vielen wunderschönen Natureindrücken vielleicht auch einen gehörigen Muskelkater für den nächsten Tag bescheren.

Informationen:

an der Abbruchkante
an der Abbruchkante

Höhenunterschied: Ca. 250 Meter abwärts vom Mirador de Masca zur Finca de Guergues. Auf dem letzten Teil der Wanderung weitere 300 – 500 Höhenmeter abwärts. Nicht zu vergessen die Meter, die durch ständiges Auf- und Abwärtsgehen zu bewältigen sind.

Anforderung: Mittel bis zum Dreschplatz, etwas schwerer zur Finca de Guergues und weiter schwer bis sehr schwer. Bis zum Dreschplatz und zur Finca Guergues gut kenntlich gemachte Wege. Vom Dreschplatz bis zur Finca teilweise ein wenig zugewachsen. Wegen des Verlaufs des Wanderweges, der häufig unmittelbar am Hang und an den Abbruchkanten entlang führt und auch das eine oder andere Mal ausgesetzt ist, ist unbedingte Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich.

Startpunkt: Mirador de Masca an der Straße zwischen Santiago del Teide und Masca ca. 500 Meter unterhalb des Cherfé-Passes an der TF–346.

Zeit: Die reine Wanderzeit zum Dreschplatz und zurück ist mit ungefähr 4 Stunden anzusetzen. Zur Finca de Guergues und zurück sollte man hingegen bereits mit 5 Stunden kalkulieren. Bei weiteren Wanderungen entlang der Abbruchkanten kommen schnell 1 bis 2 weitere Wanderstunden dazu. Da auch Rast einzuplanen ist, bietet es sich an, diese Wanderung früh am Morgen zu beginnen.

Hinweis: Der offizielle Wanderweg über den Guergues Steig überquert Privatbesitz. Der Eigentümer, der auf dem Guergues Steig seine Ziegenherden weiden lässt, wünscht keine Hunde auf seinem Grund und Boden.

Wegen der Länge der Wanderung ausreichend Wasser mitnehmen. Unterwegs gibt es nur in regenreichen Zeiten in kleinen Naturteichen etwas Wasser auf den Felsen.

Bei Regen und Nebel gibt es in dieser Höhe kaum Sicht und der Weg verwandelt sich auf den Felsen teilweise in eine „Rutschbahn“. Bei wolkenlosem Himmel scheint während der gesamten Wanderung die Sonne auf die Wanderer. Daher bitte entsprechend kleiden und sich vor Antritt der Wanderung nach den Wetterverhältnissen erkundigen.

Leonie

Leonie

Ich habe alle kanarischen Inseln bereist und lebe seit einigen Jahren auf Teneriffa. Auf meinen Wandertouren über die Inseln begleitet uns mein Labrador, der - wie wir - immer wieder neue Wege auskundschaftet.

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