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Umgestaltung von Puerto del Carmen hat begonnen

Umgestaltung von Puerto del Carmen hat begonnen

29. April 20141492Views
puerto del carmen lanzarote

Im Touristenort Puerto del Carmen auf Lanzarote stehen Bauarbeiten an, die das Gesicht des Ortes grundlegend verändern werden. Das Bauamt der Gemeinde Tías hat jetzt die notwendigen Genehmigungen erteilt, um die Apartmentanlagen Don Paco Castilla und Balcón del Mar in luxuriöse Vier-Sterne-Hotels zu verwandeln. Diese Projekte sind die beiden ersten in einer ganzen Reihe von Maßnahmen, die folgen werden, um die touristische Infrastruktur in Puerto del Carmen zu erneuern und auszubauen.

Apartmentanlagen werden abgerissen

Die Apartments Don Paco Castilla in der Calle Urano sind bereits komplett geschlossen, damit die Bauarbeiten, mit denen in einem Teil des Komplexes bereits begonnen wurde, ohne Behinderung ausgeführt werden können.

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Insgesamt 10 Millionen Euro werden die Investoren in die Hand nehmen, um aus dem in die Jahre gekommenen Gebäude ein vorzeigbares Hotel zu machen. Dazu werden einige Komponenten umgebaut und renoviert, der größere Teil aber ganz abgerissen und durch neue Bauten ersetzt.

Noch radikaler wird die Abrissbirne in der Apartmentanlage Balcón del Mar auf der Avenida Reina Sofia zum Einsatz kommen. Auch hier wurden die notwendigen Abrissgenehmigungen durch die Gemeindeverwaltung von Tías schon erteilt, sodass in der kommenden Woche mit den Arbeiten begonnen werden kann. 153 Tonnen Bauschutt werden nach den Berechnungen der Bauingenieure dabei anfallen. Um dieses Material zu nutzen, wurde beschlossen, möglichst viel davon bei der Errichtung der neuen Gebäude zu verwenden. Neben den Wohnungen werden bei diesem Projekt noch sechs weitere Gebäude dem Erdboden gleich gemacht. Die derzeitige Rezeption, Lagerräume und Versorgungsgebäude werden ebenso abgerissen, wie zwei Bauten mit Geschäften und der Teil der Anlage, in dem die Stromversorgung des Komplexes untergebracht ist. Diese bestehenden Einrichtungen werden durch komplett neue ersetzt, die sich an den weitaus höheren Kapazitäten orientieren, die für das neue Hotel benötigt werden.

Neue Vier-Sterne-Hotels und eine attraktiver gestaltete Umgebung

Die jetzt begonnenen Arbeiten gehören zu einem gewaltigen Projekt der Gemeinde Tías, in deren Grenzen der Touristenort Puerto del Carmen liegt. Um sich für die Zukunft zu rüsten und die gesamte Zone attraktiver und offener zu gestalten, sollen in den kommenden Jahren zahlreiche Gebäude abgerissen oder umgebaut und renoviert werden. Nach Abschluss aller Arbeiten wird Puerto del Carmen in seiner heutigen Form nicht mehr existieren. Das Gesicht des Ortes wird sich vollkommen verändert präsentieren. Breitere Wege, attraktive Grünanlagen und großzügige Plätze sollen dem gesamten Gebiet mehr Charme verleihen, als die Bauten aus den Frühzeiten des Tourismus auf Lanzarote es heute vermögen. Ein freier Blick auf den Hafen und das Meer, der nicht durch wenig ansehnliche Gebäude verstellt wird, soll in Zukunft die Besucher des Ortes begeistern und so dafür sorgen, dass Puerto del Carmen auch in den nächsten Jahren noch den gestiegenen Ansprüchen der Urlauber gerecht werden kann. Heute reicht es längst nicht mehr, sterile Bettenburgen zu errichten, die lediglich das Grundbedürfnis nach einer zweckmäßigen Unterkunft befriedigen. Wer sich in Zukunft gegen die starke Konkurrenz anderer Destinationen durchsetzen will, muss da schon mehr zu bieten haben. Ein attraktives architektonisches und städtebauliches Umfeld ist unerlässlich, wenn man weiterhin als begehrtes Urlaubsziel ernst genommen werden will. Dass derart grundlegende und ambitionierte Projekte nicht immer leicht zu realisieren sind, haben auch die Verantwortlichen in Puerto del Carmen schon erfahren müssen. Einige der jetzigen Bewohner der Zone sind nicht gerade begeistert davon, dass ihr Umfeld, in dem sie sich zu Hause fühlen, derart radikal umgestaltet werden soll. Bislang hält sich der Widerstand aber in Grenzen. Vielleicht haben auch sie erkannt, dass manche Veränderungen unumgänglich sind, um Sünden der Vergangenheit zu beheben. Hoffentlich werden sie nicht wiederholt.

Thomas

Thomas

Durch meine Arbeit als Journalist habe ich das große Glück überall auf der Welt arbeiten zu können. Auch auf den Kanarischen Inseln habe ich einige Jahre verbracht, eine Zeit, an die ich mich immer gerne erinnere. Obwohl ich danach noch in anderen interessanten Ländern leben durfte gehören die spannenden Erfahrungen, die ich auf den Inseln gemacht habe zu den Erlebnissen, die ich in meinem Leben nicht missen möchte.

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