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Verdächtige Todesfälle auf Fuerteventura weiter ungeklärt

Verdächtige Todesfälle auf Fuerteventura weiter ungeklärt

31. Januar 20141324Views
Fuerteventura, eine wunderschöne - friedliche Insel

Wie wir vor einigen Tagen berichtet haben, hat es auf Fuerteventura, insbesondere in der Gemeinde Tuineje, während der letzten Monate mehrere unaufgeklärte Vorfälle gegeben, die zum Tode bzw. zu lebensgefährlichen Verletzungen bei zahlreichen Menschen geführt haben. Die Bewohner und die Behörden der Region sind gleichermaßen alarmiert und beunruhigt, da bis heute niemand erklären kann, was zu den Ereignissen geführt hat. Darüber hinaus konnten bislang auch keinerlei Zusammenhänge zwischen den einzelnen Fällen gefunden werden.

Opfer hatten keine psychischen Probleme

Ausschließen kann die Ermittlungsgruppe, die aus Experten der Polizei, Psychologen, Lehrern und Mitgliedern der Gemeindeverwaltung sowie des Gesundheitsamtes besteht, dass die Opfer der Vorfälle unter psychischen Störungen gelitten haben oder in irgendeiner Weise wegen seelischer Probleme behandelt wurden.

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Bei keinem der Toten konnten irgendwelche Hinweise auf Selbsttötungsabsichten oder anderweitige mentale Beeinträchtigungen gefunden werden, die zu den unerklärlichen Todesfällen geführt haben. Wie der Präsident der Asociación Majorera por la Salud Mental (Asomasamen), Matías López mitteilte, bestand keinerlei Verbindung der Opfer zu seiner Organisation, die sich auf der Insel um psychisch Kranke und mental beeinträchtigte Menschen kümmert.

Nähere Erkenntnisse über das Geschehen erhoffen sich die Ermittler von zwei Jugendlichen, die im Moment noch mit schwersten Verletzungen im Krankenhaus behandelt werden. Zur Zeit ist aber weder der junge Mann, der in einer Klinik auf Gran Canaria intensiv versorgt wird, noch ein weiterer Jugendlicher, der auf Grund von starken Verbrennungen an 80 % seines Körpers in Sevilla behandelt wird, vernehmungsfähig.

Nach Angaben der ebenfalls in die Ermittlungen eingebundenen Sozialarbeiter aus der Region handelt es sich um eine zufällige Häufung von Unfällen mit tödlichem Ausgang. Diese Einschätzung wird jedoch nur von wenigen Menschen in der Gemeinde geteilt. Auch mehrere andere Mitglieder der Untersuchungskommission halten eine derartige Häufung von Zufällen für eher unwahrscheinlich. Allerdings fehlen auch ihnen immer noch konkrete Hinweise auf ein Verbrechen oder einen Serientäter.

Stabiles soziales Umfeld

Aus der Umgebung der Toten und Verletzten war zu erfahren, dass sie alle aus intakten Familien stammen, die keine finanziellen Probleme oder sonstige Schwierigkeiten haben. Nach Angaben der Nachbarn hatten alle Arbeit und lebten in stabilen sozialen Verhältnissen. Niemand kann sich erklären, durch wen oder was das heile Bild, das hier gezeichnet wird, so entscheidend und dramatisch gestört wurde.

Die Beunruhigung in der Bevölkerung ist verständlicher Weise immer noch recht hoch. Die Ungewissheit über die Ursachen der merkwürdigen Ereignisse und die Vorstellung, dass es scheinbar jeden treffen kann, tragen nicht gerade dazu bei, dass die Angst vor dem nächsten Vorfall geringer wird.

Damit die Menschen auf Fuerteventura wieder ohne Furcht und in Ruhe leben können, ist es nötig, dass die Untersuchungen zu den Ereignissen bald zu einem Ergebnis kommen. Sollten die Sozialarbeiter trotz aller Zweifel mit ihrer These von den gehäuften Zufällen Recht behalten, wäre dies für die Bewohner der Insel sicherlich eine erfreuliche Nachricht. Auch wenn die Opfer dadurch nicht wieder lebendig werden, so wäre doch die Gewissheit, dass dort draußen kein unberechenbarer gefährlicher Krimineller unerkannt frei herumläuft, eine echte Erleichterung für die Menschen der Gemeinde Tuineje und der gesamten Insel.

Thomas

Thomas

Durch meine Arbeit als Journalist habe ich das große Glück überall auf der Welt arbeiten zu können. Auch auf den Kanarischen Inseln habe ich einige Jahre verbracht, eine Zeit, an die ich mich immer gerne erinnere. Obwohl ich danach noch in anderen interessanten Ländern leben durfte gehören die spannenden Erfahrungen, die ich auf den Inseln gemacht habe zu den Erlebnissen, die ich in meinem Leben nicht missen möchte.

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