close
Wind heizt noch mal richtig ein

Wind heizt noch mal richtig ein

16. August 2013615Views
heisses wetter

Auf Grund der hohen Temperaturen gilt derzeit für große Teile Gran Canarias die Warnstufe orange, mit der die staatliche Wetterbehörde Aemet auf die mit den Wetterextremen verbundenen Risiken hinweisen will. Nach einem kurzen Intermezzo mit angenehmeren Temperaturen am gestrigen Tage werden nun wieder Werte von 38°C prognostiziert. Dazu kommen jetzt auch noch starke Winde, die nicht nur die Gefahr des Ausbruchs von Waldbränden erhöhen, sondern auch eine große Belastung für die Bevölkerung darstellen. Gerade Menschen, die eh schon gesundheitliche Probleme haben, leiden unter der derzeitigen Wetterlage. Während auf Gran Canaria heute noch die verschärften Wetterwarnungen gelten, legten die Meteorologen für alle anderen Inseln die Wetterwarnstufe gelb fest, die immer noch Temperaturen von etwa 35°C verspricht.

Waldbrandgefahr steigt

Gerade am Samstag, wenn die Windböen ihre stärkste Intensität erreichen, ist die Gefahr für die Wälder besonders groß. Auf Teneriffa und Gran Canaria werden nach Angaben der Wetterexperten die stärksten Stürme zu erwarten sein. Böen mit Geschwindigkeiten von bis zu 80 km/h sollen dann mit heißer Luft über die Inseln fegen. Die Kombination von hohen Temperaturen, einer niedrigen Luftfeuchtigkeit und den starken Luftbewegungen lassen das Risiko für die Entstehung von Waldbränden extrem stark ansteigen. In diesen Tagen sollte besonders gut auf die Hinweise zur Vermeidung von Feuersbrünsten geachtet werden.

[adrotate block=“4″]

Auch wenn für Sonntag zeitweise die Chance auf vereinzelten Nieselregen und ein leichter Rückgang der Extremwerte versprochen werden, gehen die Wetterexperten davon aus, dass die gesamte nächste Woche ebenfalls noch mit Temperaturen aufwarten wird, die dazu führren, sich nach einem kühlen Raum mit einer funktionierenden Klimaanlage zu sehnen.

Mittagshitze meiden

Tatsächlich sollte man besonders in der Mittagshitze den Aufenthalt unter dem wolkenlosen Himmel möglichst vermeiden und sich an einen bekannten Song erinnern. „Only mad dogs and Englishmen go out in the midday sun“ stellten die Einheimischen in den Kolonialgebieten der Engländer fest, wenn sie kopfschüttelnd registrierten, dass die Herren so gar nicht mit den Wetterextremen umgehen konnten. In den Touristengebieten der Kanarischen Inseln kann oft Ähnliches beobachtet werden. Hier sind es jedoch nicht nur verrückte Hunde und Engländer, die am Strand entlang joggen, wenn die Sonne am Höchsten steht. Nord- und Mitteleuropäer können oft die Gefahren, die mit der starken Sonneneinstrahlung einhergehen, nicht richtig einschätzen und setzen sich so Risiken aus, die leicht zu vermeiden wären. Körperliche Anstrengungen sollten am Tage ebenso vermieden werden wie übermäßiger Alkoholkonsum und schwere Mahlzeiten. Tee oder Wasser sind bei Hitze die besten Durstlöscher, und ein leichter Sommersalat bekommt dem strapazierten Körper allemal besser als ein Riesenschnitzel oder ein XXL-Burger mit Pommes rot-weiß.

Ein entspannter Bummel entlang der Strandpromenade am Abend, wenn die Sonne langsam untergeht, ist für das Wohlbefinden weitaus förderlicher als eine Joggingrunde in den Mittagsstunden, wenn die Temperaturen ihre höchsten Werte erreichen. Es ist erstaunlich, dass diese eigentlich allgemein bekannten Ratschläge immer wieder missachtet werden. Auch bei der größten Hitze sind auf den Kanaren Touristen zu beobachten, die sich nach sportlichen Aktivitäten mit einem kühlen Bier erfrischen. Da ist es kein Wunder, wenn die Ereignisse des restlichen Tages nur noch partiell wahrgenommen werden.

An Einheimischen orientieren

Am besten ist es, sich an den Einheimischen zu orientieren. Sie wissen genau, wie man mit der Hitze und der Sonne umgehen sollte. Nicht umsonst ist die traditionelle Siesta in den Ländern des Südens so beliebt. Sie hat sich über Jahrhunderte bewährt. Die Verlagerung aller Aktivitäten in die angenehmeren Tageszeiten führt dazu, dass extreme Belastungen vermieden werden und so effektiver gearbeitet werden kann. Umso trauriger ist es, dass diese sinnvolle und angenehme Einrichtung im modernen Leben immer weniger beachtet und das Wohl der Menschen den kurzfristigen ökonomischen Zielen untergeordnet wird. Zumindest im Urlaub jedoch sollte man zur Ruhe kommen und auf seinen Körper hören. Und wenn die Gäste nicht auch in der Mittagshitze den vollen Service erwarten, wird es auch für die Angestellten in den Restaurants und Hotels etwas einfacher sein, die Belastungen der extremen Temperaturen zu ertragen. Wenn dann am Abend gut erholte Angestellte und tiefenentspannte Gäste aufeinandertreffen, steht einem angenehmen Urlaubserlebnis nichts mehr im Wege.

Quelle: bsc.es
Quelle: bsc.es
Thomas

Thomas

Durch meine Arbeit als Journalist habe ich das große Glück überall auf der Welt arbeiten zu können. Auch auf den Kanarischen Inseln habe ich einige Jahre verbracht, eine Zeit, an die ich mich immer gerne erinnere. Obwohl ich danach noch in anderen interessanten Ländern leben durfte gehören die spannenden Erfahrungen, die ich auf den Inseln gemacht habe zu den Erlebnissen, die ich in meinem Leben nicht missen möchte.

Leave a Response